Runter mit der Wolle – aber richtig!
Der Sommer naht, die Kleidung wird leichter und spätestens jetzt rückt für viele das Thema Haarentfernung wieder stärker in den Fokus. Die Frage ist allerdings nicht nur, wie Haare möglichst gründlich entfernt werden können, sondern auch, welche Methode die Haut dabei möglichst wenig belastet.

Denn glatte Haut ist nicht automatisch gesunde oder ausgeglichene Haut.
Viele kennen das Problem: Die unerwünschten Härchen sind entfernt, doch kurze Zeit später reagiert die Haut mit Rötungen, kleinen Pickelchen oder Entzündungen. Eingewachsene Haare können zusätzlich unangenehm und teilweise sogar schmerzhaft sein.
Deshalb lohnt es sich, bei der Haarentfernung genauer hinzusehen. Nicht jede Methode ist für jede Haut geeignet – und nicht alles, was schnell glatte Haut verspricht, ist langfristig auch hautfreundlich.
Rasieren, Enthaarungscreme oder Waxing – was bedeutet das für die Haut?
Die Rasur gehört wahrscheinlich zu den am häufigsten verwendeten Methoden der Haarentfernung. Sie ist schnell, unkompliziert und lässt sich problemlos zu Hause durchführen. Für viele Menschen beginnt damit jedoch ein regelmäßiger Kreislauf aus Rasieren, Stoppeln und erneuter Rasur.
Nicht selten werden die Haare gegen Rasierpickel, Hautirritationen oder eingewachsene Härchen eingetauscht. Durch die regelmäßige mechanische Belastung kann die Haut immer wieder gereizt werden. Wer einen schnellen Haarwuchs hat, spürt teilweise bereits am Abend die ersten neuen Stoppeln.
Auf der Suche nach einer länger anhaltenden Lösung greifen manche Menschen irgendwann zu Enthaarungscremes. Aus unserer regulativen Sicht betrachten wir diese Methode jedoch kritisch. Die chemischen Wirkstoffe sollen die Haarstruktur auflösen, kommen dabei aber zwangsläufig auch mit der Haut in Kontakt.
Die Haut ist unsere natürliche Schutzbarriere. Aggressive oder stark belastende Anwendungen können ihre Funktionen beeinflussen und Irritationen begünstigen – teilweise auch dann, wenn unmittelbar nach der Anwendung zunächst alles unauffällig erscheint.
Eine weitere Möglichkeit ist das klassische Waxing. Da die Haare mit der Wurzel entfernt werden sollen, bleibt die Haut länger glatt als nach einer Rasur. Dennoch können auch hier Hautreizungen, Entzündungen und eingewachsene Haare auftreten.
Zudem können Haare während der Behandlung abbrechen, anstatt vollständig entfernt zu werden. Das Ergebnis ist dann möglicherweise weniger gleichmäßig und die glatte Phase kürzer als gewünscht.
Sugaring: Haarentfernung mit Zucker und einer guten Hautvorbereitung
Wenn Haarentfernung, dann bitte mit einer Methode, bei der nicht nur das Haar, sondern auch der aktuelle Zustand der Haut berücksichtigt wird.
Im hautquartier® setzen wir deshalb auf Sugaring mit professioneller Vor- und Nachbereitung der Haut.
Die Haarentfernung mit Zucker ist keine moderne Erfindung. Sugaring wird seit Jahrtausenden angewendet und hat insbesondere im Orient eine lange Tradition. Dabei wird eine spezielle Zuckerpaste verwendet, mit der die Härchen gezielt entfernt werden.
Ein entscheidender Unterschied zu vielen klassischen Waxing-Methoden liegt in der Arbeitsweise: Die Haare können in ihrer natürlichen Wuchsrichtung entfernt werden. Dadurch kann das Risiko reduziert werden, dass Haare während der Behandlung abbrechen oder später einwachsen.
Auch hier gilt jedoch: Haut und Haarwachstum funktionieren nicht auf Knopfdruck.
Unsere Haare befinden sich in unterschiedlichen Wachstumsphasen. Deshalb kann es einige Behandlungen dauern, bis ein besonders gleichmäßiges und lang anhaltendes Ergebnis erreicht wird. Regelmäßigkeit und die richtige Pflege zwischen den Sugaring-Terminen spielen dabei eine wichtige Rolle.
Die Haut sollte optimal auf die Haarentfernung vorbereitet und anschließend passend gepflegt werden. Denn unser Ziel ist nicht, Haare um jeden Preis zu entfernen.
Unser Ziel ist eine möglichst hautschonende Haarentfernung und ein Hautgefühl, das auch nach der Behandlung angenehm bleibt.
Mit etwas Geduld werden Sie mit streichelglatter Haut belohnt, die länger glatt bleibt – und häufig deutlich weniger tägliche Aufmerksamkeit benötigt als nach einer klassischen Rasur.
Denn schöne, glatte Haut sollte sich nicht nur gut anfühlen. Sie sollte auch möglichst wenig gestresst werden.